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Mitteilung |
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| Gesendet:
22:14 - 21.05.2006 |
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hallo, Ihr Lieben,
ich habe heute wieder mal die "PR-Maschine zum Verhindern der Selbsthilfe von Patienten" angeschaut.
Dort fand ich im Thread "Beeinflussung des Säure-Basen-Haushaltes" folgende aufschlussreiche Äußerungen von Luna, einem neuen Mitglied, registriert einen Tag nach meiner "Razzia" zum Elimieren der Leute, die Andreas zu Recht "Schläfer" nannte:
Luna schreibt:
| zitat: | Sorry, aber von der Säure-BasenTheorie für den Körper halte ich nicht viel.
Es ist ok, sich mehr von Gemüse und Obst zu ernähren, weil es gesünder und ausgewogener ist. Von daher die Ernährungsumstellung als solches finde ich durchaus ok. Aber die Begründung mit dem pH ist absolut unsinnig.
Aber was den pH angeht, muß man sagen, der ist konstant im Körper. Es besteht da ein ganz diffizieles Gleichgewicht. Ist dieses gestört (zum Beispiel bei Diabetes oder Nierenschäden) kann das lebensgefährlich sein.
Vom pH des Urins kann man nicht auf den pH des Körpers schließen. Wenn ihr den pH des Blutes meßt, er wird immer konstant sein. Das nennt man auch Homöostase des Blutes. |
Letzte beiden Sätze ihrer Äußerung sind zutreffend, aber eine Verkürzung der Zusammenhänge. Der pH des Blutes wird dadurch vom Körper konstant gehalten, dass die Zellen ein zuviel an Säure aus dem Blut aufnehmen. Dadurch übersäuern sie. Zudem geben sie im Austausch für die Säure Kalium ab, das dem Körper verloren geht, denn die Nieren sind nicht darauf eingerichtet, Kalium zurückzuhalten.
Wer das genauer verstehen möchte, um nicht den Halbwahrheiten von Luna & co. aufzusitzen, der findet es in meinem Buch umfangreich erklärt.
Ich erkläre es in allgemeinverständlicher Form anhand wissenschaftlicher Arbeiten aus der Nephrologie, also nicht anhand teilweise esoterischer Texte von Heilpraktikern.
Die folgenden Worte von Luna sind ziemlicher Blödsinn:
| zitat: | | Ich habe Probleme mit dem Wort der Entsäuerung. Eine Acidose ist eigentlich ein lebensgefährlicher Zustand und hat nichts mit dem Essen von Fleisch zu tun. |
Besonders der letzte Satz ist an Dummheit nicht zu überbieten. Die Schulmedizin konstatiert erst dann "Azidose", wenn im Blut der pH sehr abgefallen ist, so dass der Zustand wirklich bedrohlich ist. Die Stadien zuvor, in denen sich die Azidose auf die Körpergewebe beschränkt, nimmt sie nicht wahr. Das ist jedoch noch entschuldbar, denn dazu wären Biopsien von Körpergeweben die Voraussetzung, nicht sehr praktikabel.
Dass das alles nichts mit dem Essen von Fleisch zu tun haben soll, ist eine geradezu atemberaubend beschränkte Ansicht.
Mittlerweile ist es doch fast in der Yellow Press angekommen, dass Fleisch der Übersäuerung Vorschub leistet. Und das ist auch eine zutreffende Sichtweise, für die Ihr die wissenschaftlichen Belege aus der Nephrologie in meinem Buch finden könnt. Allgemeinverständlich aufgearbeitet.
Der letzte Satz, den ich vom PR-Agenten "Luna" zitieren möchte, ist folgender:
| zitat: |
Mein Urin ist immer basisch wenn ich einen Infekt habe. Weil die Bakterien ihn basisch machen. |
Ich halte das für zwar möglich, in einigen Fällen, aber dennoch für eher selten. Häufiger ist der Zustand "Urin extrem sauer" und Infektion mit E.coli, in über 80% der Fälle die auslösenden Organismen. Und Coli machen den Urin sauer. Wissenschaftliche Belege auch dazu in meinem Buch.
Und wisst Ihr, was den Urin auch sehr sauer macht: Pilze, Candida und co. . Indirekten Hinweis darauf habt ihr auch hier schon zitiert gesehen: Zitronensäuren wird von dem Pilz Aspergillus niger produziert; Pilze produzieren Säure. Wissenschaftliche Belege auch dazu in meinem Buch.
Ich kann es nicht häufig genug empfehlen, um gegen derartige Propaganda wie hier vom IC-Agenten "Luna" gewappnet zu sein.
Wissen schützt!
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http://www.chronische-blasenentzuendung.de |
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| Gesendet:
23:54 - 21.05.2006 | · Zitieren
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Ja Siklinde, Du hast Recht, mir ist sowieso nicht klar, warum nicht jeder mit sooo vielen Blasenbeschwerden sich viel Informationen wie möglich holt. Ich kann Dein Buch jedem empfehlen, der ernsthaft etwas verändern möchte und auch die Hintergründe verstehen möchte. Ohne dieses Wissen läuft man schließlich auch Gefahr, daß sich alles wiederholt. Ich möchte Dir die Unterstützung geben, weil es manchmal mißverstanden wird, wenn man für die eigenen Produkte wirbt. Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß man aus der eigenen schlimmen Erfahrung so viel gelernt hat, daß man es auch weitergeben möchte. Wenn man dann dafür kritisiert wird, daß man mit seinen Erfahrungen und Recherchen wirbt, ist das schon recht recht seltsam (man könnte es auch anders nennen).
Seid lieber froh, daß sie sich so viel Mühe und Arbeit gemacht hat, reich kann man dabei sowieso nicht werden.
Viele Grüße, Ulli
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| Gesendet:
20:00 - 22.05.2006 | · Zitieren
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huch, was ist denn das für ein forum, kann mich mal jemand aufklären?
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| Gesendet:
22:20 - 22.05.2006 | · Zitieren
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da schaust besser nicht rein, sonst kriegst es mit der angst zu tun!! grauslig... wenn du vorher nicht mutlos warst, dann spätestens hinterher
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| Gesendet:
23:36 - 22.05.2006 | · Zitieren
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warum schaut dann Dr. Hakushi in dieses Forum?
Warum zitiert sie Sachen, die sie als falsch ansieht?
Da würde ich doch gar nicht lesen, wenn ich mit diesen Aussagen nicht einverstanden bin!
Sollen doch die dort lesen, die es gut finden!
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| Gesendet:
22:18 - 24.05.2006 | · Zitieren
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Hallo,
ich bin heute das erste Mal aktiv und kann nur sagen:
dieses Forum ist ein großer Gewinn für Patienten und Ärzte, falls diese denn hier ab und zu lesen sollten.
Ich bin selbst Arzt und weiß, dass es in meinem Berufsstand viele schwarze Schafe gibt, die den Patienten ihre Körper betreffende Zusammenhänge nicht oder nur unzureichend erklären.
Leider sind auch -trotz der großflächigen Aufklärung in einschlägigen Medien- immer noch zuviele Patienten zu leichtgläubig und fragen, aus welchen Gründen auch immer, nicht nach.
So kommt es beispielsweise zu den o.g. in Teilen unrichtigen Aussagen über Homöostase des Blutes.
Ich wünsche mir mehr wache, aktive, fragende, Aufklärung suchende Patienten.
Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass je weniger informiert Patienten sind, sie desto unzuverlässiger ihre Medikamente einnehmen oder die Behandlung sogar vorzeitig und ohne Rücksprache abbrechen. Das kann schwerwiegende Folgen haben.
Ich freue mich auf die Diskussionen hier.
Euer Doc
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Euer Doc |
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| Gesendet:
08:53 - 25.05.2006 | · Zitieren
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hallo Doc,
willkommen im Forum und danke für die freundlichen Worte.
Leider weiss ich nicht so genau, wie Du diese Deine Sätze meinen könntest, daß
| zitat: | | je weniger informiert Patienten sind, sie desto unzuverlässiger ihre Medikamente einnehmen oder die Behandlung sogar vorzeitig und ohne Rücksprache abbrechen. Das kann schwerwiegende Folgen haben. |
Ich kenne natürlich die entsprechenden Untersuchungen, kann mich aber Deiner Schlussfolgerung nicht anschließen, denn bei dem, worüber wir hier reden, ist es für die - meist - Patientinnen geradezu lebensrettend, wenn sie nicht nur ihre Medikamente ( die etablierte IC-Medikation ) weglassen, sondern auch jegliche Behandlung abbrechen, und zwar ohne Rücksprache, die ohnehin nur dazu dienen würde, sie in dem Kreislauf von Verunsicherung und Angst festzuhalten.
So wie Du es formuliert hast, könnte man glatt meinen, Du wolltest daran arbeiten, dass Patientinnen eben nicht Aufklärung suchen und sich von der durchaus nicht unvoreingenommenen und ebenfalls nicht immer klar fürsorglichen Beratung des Arztes abnabeln.
Weiterhin hätte ich mir, solltest Du unserem Anliegen hier tatsächlich positiv gegenüberstehen, gewünscht, dass Du klarstellst, wessen Sätze über die Homöostase des Blutes du für "in Teilen unrichtig" hältst.
Und dann würde mich Deine Meinung zu dem Thema interessieren, dass IC-Patientinnen erzählt wird, eine Ernährung, die Kalium vermeidet, könne bei Blasenbeschwerden hilfreich sein.
Auch ich freue mich auf anregende Diskussionen hier.
Hakushi
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http://www.chronische-blasenentzuendung.de |
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| Gesendet:
17:23 - 25.05.2006 | · Zitieren
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Hallo liebe Kollegin!
Ich dachte, ich hätte deutlich gemacht, dass es mit sehr darum geht, Patienten "wach" zu machen, sie dazu zu ermuntern, aktiv und selbstbewusst im besten Sinne ein Partner des Arztes zu sein.
Wenn mir das nicht gelungen ist, stelle ich das hiermit noch einmal klar.
Ich warne gleichzeitig davor, den Arzt als Gegner zu sehen, das könnte schlimmstenfalls lebensbedrohlich sein.
So weit ich weiß, ist Interstitielle Cystitis -ich nehme an, das meinst du mit IC- nicht das Thema dieses Forums.
Da ich aber um die Geheimnisse und oft auch für den Arzt rätselhafte Reaktionen der individuellen Körper weiß, möchte ich zu Kalium nur eine allgemeinplatzierte Aussage machen:
Kalium ist auf jeden Fall ein wichtiger Baustein für die Gesunderhaltung des Körpers, es kann aber durchaus Fälle geben, in denen vorübergehend eine verminderte Kaliumzufuhr angezeigt ist.
Es ist wie bei dem -für Gesunde irritierenden- Phänomen der Fructoseintoleranz: Obst ist sehr gesund - aber nicht für jeden gleichermaßen. Manche Menschen macht es krank.
geändert von Doc am 25.05.2006 17:25:03
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Euer Doc |
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| Gesendet:
21:01 - 25.05.2006 | · Zitieren
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Hallo Doc,
natürlich ist das richtig, was Du sagst, aber was Siklinde mit ihrer Entrüstung wohl meint, ist die offensichtliche Irreführung mit medizinischen Begrifflichkeiten.
Selbstverständlich sind sowohl die Azidose als auch die Alkalose lebensgefährliche Zustände, aber mit normaler "Ernährung" wird man wohl weder den einen noch den anderen Zustand erreichen. Daher ist eine pauschale Warnung vor kaliumreicher Ernährung sicherlich gefährlicher als eine Beführwortung, auch wenn es bei dem ein oder anderen durchaus anders sein kann.
Einzelfälle können immer anderes sein. Bitte nimm es nicht persönlich, wenn ich das sage, aber einen Arzt zu konsultieren kann genauso gefährlich sein, wie sich den Arzt zum Gegner zu machen. Es kommt immer auf den Einzelfall an.
Mich persönlich würde Deine Meinung zu Allergien und Unverträglichkeiten interessieren. Meine persönliche Erfahrung ist, dass ein Vermeiden von bestimmten Lebensmitteln aus Unvertäglichkeitsgründen nicht die Lösung ist. Ich habe durch Weglassen gesunder Lebensmittel, gegen die ich allergisch war, immer mehr Kreuzallergien entwickelt, angefangen mit Haselnüssen und Äpfeln, über Heuschnupfen, dann Haferflocken, Vollkornprodukte bishin zu allen Steinobst- und Gemüsesorten.
Durch das Weglassen dieser gesunden Nahrungsmittel haben ich weitere Krankheiten ausgelößt, wie z.B. massive Darmprobleme und letztendlich führe ich auch meine Zystitis mit darauf zurück.
Durch meine Darmsanierung habe ich einen Großteil meiner Allergien zurückbilden können. Heute bin ich nur noch gegen Haselnüsse und Birkenpollen allergisch.
Die restlichen Allergien versuche ich ebenfalls noch aktiv zu behandeln.
Bei Blasenerkrankungen wird häufig empfohlen, bestimmte gesunde Lebensmittel wegzulassen, da sie angeblich die Blase reizen. Ich halte diese Meinung für höchst problematisch. Was ist Deine Meinung dazu?
Gruß Tweetyole
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| Gesendet:
07:40 - 26.05.2006 | · Zitieren
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Hallo Tweetyole,
wie äußert sich deine Allergie gegen Haselnüsse? Ich bin ebenfalls höchst allergisch auf Nüsse (nur frische, Nutella kann ich ohne Probleme essen..), reagiere dann sofort mit großen sehr schmerzhaften Aphten im Mund.
Hast du eine Idee zur Desensibilisierung (heißt das so?!)? Nüsse sind doch so gesund, und ich kann noch nicht mal ab und zu ein Rocher essen
Gruß Kathie
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| Gesendet:
10:45 - 29.05.2006 | · Zitieren
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hallo doc,
deine Sätze
| zitat: | So weit ich weiß, ist Interstitielle Cystitis -ich nehme an, das meinst du mit IC- nicht das Thema dieses Forums.
Da ich aber um die Geheimnisse und oft auch für den Arzt rätselhafte Reaktionen der individuellen Körper weiß, möchte ich zu Kalium nur eine allgemeinplatzierte Aussage machen:
Kalium ist auf jeden Fall ein wichtiger Baustein für die Gesunderhaltung des Körpers, es kann aber durchaus Fälle geben, in denen vorübergehend eine verminderte Kaliumzufuhr angezeigt ist.
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sind wahrlich meisterhaft formuliert.
Zumindest mir geht es sehr wohl um IC. Erstens bin ich sehr sicher, dass das meine Diagnose wäre, würde ich mich um eine Diagnose bemühen.
Und zweitens bin ich sicher, dass alle, die sich längere Zeit mit rezidivierenden HWIs herumschlagen, irgendwann auf dieser Schiene landen.
Deine Antwort impliziert, dass Du eine Kaliumvermeidung bei "IC" durchaus für sinnvoll hältst. Eine bedauerliche Aussage, denn nach Deinen bisherigen Äußerungen war ich voller Hoffnung, dass Dir die Frage "Übersäuerung des Körpers" und die Rolle von Kalium hierbei durchaus bewußt ist.
Meiner Meinung nach sollte deutlich gesagt werden, dass Kalium lediglich bei sehr fortgeschrittenem Nierenversagen/Dialyse einzuschränken ist. (Und ich persönlich glaube, nicht mal dann.) Und von jemandem mit Deinen geäußerten Werten hätte ich auch eine klare Aussage dazu erwartet. Schade.
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http://www.chronische-blasenentzuendung.de |
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